Ein Dezimalkomma umwandeln, ohne die Menge auf dem Etikett zu ändern
Bewahre den ursprünglichen Zahlentext, während du eine bestätigte Dezimalschreibweise in Zahlen für den Rechner überträgst.
Ein Lebensmitteletikett kann eine Menge mit Komma drucken, während dein Rechner einen Dezimalpunkt erwartet. Bewahre zuerst den Originaltext und wandle die Zahl dann nach der für dieses Nährwertfeld bestätigten Schreibweise um. Blindes Entfernen von Satzzeichen kann aus einer kleinen Menge eine wesentlich größere machen.
Behalte eine Spalte mit dem Originaltext
Übertrage die Menge genau wie gedruckt, einschließlich Trennzeichen und Einheit. Lege eine zweite Spalte für den Zahlenwert an, der in Berechnungen verwendet wird. Benenne in der Notiz die zugrunde gelegte Interpretation, zum Beispiel: Komma nach Prüfung des gesamten Nährwertfelds als Dezimaltrennzeichen interpretiert.
In einem erfundenen Beispiel nennt die Quelle 1,5 g des gewählten Nährstoffs pro 100 g Lebensmittel. Ist die Dezimalschreibweise bestätigt, gib 1.5 g in einen Rechner ein, der einen Punkt erwartet. Mache daraus nicht 15 g, indem du das Komma entfernst.
Prüfe das ganze Nährwertfeld, nicht nur ein einzelnes Zeichen
Prüfe benachbarte Werte, die Sprache des Nährwertfelds und eine passende Darstellung des Herstellers. Ein kommaförmiger Druckfehler oder ein abgeschnittenes Trennzeichen bleibt ungeklärt, bis es lesbar ist. Gehe nicht davon aus, dass jedes Komma in einer exportierten Tabelle dieselbe Funktion hat: Trennzeichen zwischen Spalten sind etwas anderes als Zeichen innerhalb einer Zahl.
Der Leitfaden der Europäischen Kommission zur Nährwertkennzeichnung erläutert die Angabe pro 100 g oder pro 100 ml. Bewahre diesen Bezug bei der Umwandlung: Eine andere Zahlenschreibweise ändert nicht die Lebensmittelmenge, auf die sich der Wert bezieht.
Teste die Umwandlung mit einer Portion
Beim erfundenen Wert von 1.5 g pro 100 g ergibt eine Portion von 40 g die Rechnung 1.5 × 40 ÷ 100 = 0.6 g. Wäre das Komma gelöscht worden, ergäbe 15 × 40 ÷ 100 dagegen 6 g. Das Beispiel zeigt einen zehnfachen Übertragungsunterschied; ohne Lesen der Quelle sagt es nicht, welche Interpretation richtig ist.
Wenn du den Datensatz zwischen Tabellenprogrammen überträgst, prüfe den importierten Zelltyp. Je nach Importeinstellungen kann ein Wert als Text, Dezimalzahl oder mehrere getrennte Felder ankommen. Kontrolliere eine Beispielzeile, bevor du einer ganzen Spalte berechneter Ergebnisse vertraust.
Speichere im endgültigen Datensatz sowohl den Originaltext als auch den interpretierten Zahlenwert. Nutzt jemand andere Spracheinstellungen, ist genau erkennbar, was gedruckt war und wie du es verstanden hast. Bei mehrdeutigen Zeichen lasse das interpretierte Feld leer und benenne die zusätzlich benötigten Belege.