Fehlend, unleserlich und null sind drei verschiedene Zustände von Nährwertdaten
Kennzeichne fehlende Werte ausdrücklich, damit unvollständige Scans nicht unbemerkt irreführende Vergleiche erzeugen.
Ein leeres Nährstofffeld darf nicht allein deshalb zu null werden, weil ein Rechner eine Zahl benötigt. Unterscheide eine aufgedruckte Null, ein nicht aufgeführtes Feld und ein Feld, das du nicht lesen kannst. Jeder Zustand erfordert einen anderen nächsten Schritt.
Ergänze neben der Menge einen Status
Verwende ein Mengenfeld, das leer bleiben darf, und ein eigenes Statusfeld. Sinnvolle Statusangaben sind übertragen, im erfassten Nährwertfeld nicht aufgeführt, unleserlich und nicht geprüft. Halte auch den gedruckten Text fest: Steht auf dem Etikett weniger als eine bestimmte Menge, muss diese Einschränkung erhalten bleiben, statt daraus einen exakten Wert zu machen.
Nicht alle Etikettenformate enthalten dieselben Kategorien. Der Nährwertleitfaden der Europäischen Kommission unterscheidet verpflichtende Nährwertinformationen von zusätzlichen freiwilligen Angaben. Deshalb solltest du das tatsächliche Nährwertfeld prüfen, statt zu erwarten, dass jedes Feld deiner Vorlage ausgefüllt wird.
Verfolge drei hypothetische Datensätze
Angenommen, Produkt A nennt gut lesbar 0 g eines Nährstoffs, bei Produkt B fehlt im erfassten Nährwertfeld eine Zeile dafür, und bei Produkt C wird die Zeile durch eine Spiegelung verdeckt. A lässt sich als aufgedruckte Null erfassen, ohne damit eine laborgestützte Aussage über vollständige Abwesenheit zu machen. B bleibt im erfassten Nährwertfeld nicht aufgeführt. C bleibt unleserlich.
Diese Datensätze dürfen in einer Tabelle nicht alle durch eine bloße numerische Null dargestellt werden. Sonst stuft eine spätere Sortierung alle drei als gleich ein, obwohl nur einer eine lesbare deklarierte Zahl liefert.
Lege fest, wie Berechnungen mit Lücken umgehen
Berechne beim Vergleich zweier Produkte nur dann eine Differenz, wenn beide benötigten Eingaben vorliegen und kompatible Einheiten und Bezugsgrößen verwenden. Fehlt eine, zeige Vergleich nicht verfügbar an und benenne die fehlende Eingabe. Lass das betroffene Produkt nicht stillschweigend weg und ersetze den Wert nicht durch einen Kategoriedurchschnitt.
Wenn du mehrere Produkte zusammenfasst, gib die Abdeckung an. Eine beispielhafte Liste mit sechs lesbaren Werten für acht Produkte erlaubt eine Zusammenfassung dieser sechs Beobachtungen, keine Aussage über alle acht. Lass die beiden unvollständigen Einträge sichtbar, damit die Lücke erkennbar bleibt.
Um ein unleserliches Feld zu klären, fotografiere es erneut oder prüfe eine passende Herstellerquelle. Um eine nicht aufgeführte Angabe zu untersuchen, frage produktspezifische Informationen an, statt eine exakte Menge aus der Zutatenliste rückzurechnen. Sobald neue Belege vorliegen, aktualisiere den Status und bewahre den bisherigen Grund für die Lücke auf. So wird Vollständigkeit messbar, ohne Unsicherheit als günstiges Ergebnis auszugeben.