Kleingedrucktes fotografieren, ohne wichtige Zusätze zu verlieren
Kombinieren Sie eine Gesamtaufnahme mit scharfen Nahaufnahmen, damit kleine Schrift mit Überschriften, Klammern und Fußnoten verbunden bleibt.
Bei kleiner Schrift auf Lebensmittelverpackungen hilft es nur so lange, die Kamera näher heranzuführen, wie das Objektiv noch scharfstellen kann. Ein verlässliches Vorgehen verbindet mehrere Ansichten: eine des gesamten Feldes und weitere für Details. Halten Sie deren Zusammenhang fest, damit vergrößerte Wörter nicht ihren Sinn verlieren.
Vor dem Vergrößern den Kontext sichern
Machen Sie eine Gesamtaufnahme mit der Überschrift des Zutatenverzeichnisses, den Grenzen der Liste und benachbarten Erläuterungen. Die EU-Vorschriften zur Lebensmittelinformation behandeln Zutatenbezeichnungen und die optische Hervorhebung bestimmter Allergene. Siehe Artikel 18 und 21 der Verordnung (EU) Nr. 1169/2011. Das erklärt, warum Typografie und Kontext wichtig sein können; die hier beschriebenen Aufnahmeschritte sind praktische redaktionelle Vorschläge.
Gehen Sie dann für lesbare Details näher heran und prüfen Sie, ob das Telefon weiterhin fokussiert. Wird das Bild unscharf, gehen Sie etwas zurück und halten Sie die Kamera ruhig. Späteres Vergrößern einer unscharfen Datei stellt Buchstaben, die nie klar erfasst wurden, nicht wieder her.
In sinnvollen Abschnitten fotografieren
Nehmen Sie bei einem Zutatenabsatz möglichst vollständige Klammergruppen auf. Ein Nahbild nur der Mitte eines Klammerausdrucks kann dessen Bestandteile wie eigenständige Zutaten auf der Hauptebene erscheinen lassen. Bei einer Tabelle sollten Zeilenbezeichnung und Wert im selben Bild bleiben; die Spaltenüberschrift gehört in eine weitere zugeordnete Aufnahme.
Lassen Sie benachbarte Nahaufnahmen überlappen. Verwenden Sie ein wiederholtes Wort oder eine Zeile als Orientierung und ordnen Sie die Bilder in Leserichtung. Fotografieren Sie Fußnoten bei Bedarf gesondert, aber mit ihren Symbolen, damit Sie sie wieder der richtigen Aussage zuordnen können.
Die kleinsten bedeutungstragenden Zeichen prüfen
- Dezimaltrennzeichen und Kleiner-als-Zeichen
- Einheiten wie g und mg
- Klammern und Satzzeichen rund um Bestandteile
- Herkunftsangaben an Zutatenbezeichnungen
- Hervorhebungen oder Fußnotenzeichen, die den Kontext verändern
Fehlt in einer hypothetischen Zutatenzeile ein kleines Wort vor „Lecithin“, kann eine Herkunftsangabe verloren gehen. Das Hauptwort kann weiterhin vollkommen lesbar aussehen. Beurteilen Sie das Ergebnis deshalb nicht allein nach der größten Schrift.
Prüfen Sie die gespeicherten Dateien in lesbarer Größe, bevor Sie die Verpackung entsorgen. Bleibt ein entscheidendes Zeichen unklar, machen Sie eine weitere scharfe Aufnahme und lassen Sie das Feld bis dahin ungeklärt. Ziel ist eine getreue Aufzeichnung mit verbundenen Details, nicht eine scheinbar scharfe Nahaufnahme, die erläuternde Wörter auslässt.